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FORTBILDUNGEN HAMBURG & LIVE-ONLINE

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V.i.S.d.P.: Dr. JOCHEN KLEIN, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg

260. KREISELrundBRIEF LERNTHERAPIE NOVEMBER 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
Integrative Lerntherapie ist von seiner Geschichte her und auch in seiner Umsetzung primär ein außerschulisches Angebot, finanziert von Eltern und regional sehr schwankend von Jugendämtern. Das ist sozial- und bildungspolitisch ein zumindest „unbefriedigender“ Zustand: Das mit der Lerntherapie verbundene know how gehört in das System Schule, das ist meine feste Überzeugung, und Erfahrungen vieler Projekte und Kolleg*innen bestätigen dies. Interessant ist dabei, dass immer wieder Teil-Elemente von Lerntherapie in die allgemeine Pädagogik hin hineinwachsen, seien es didaktisch-methodische, seien es lernpsychologische. In diesem Zusammenhang ist eine Auseinandersetzung des Bildungsforscher JOHN HATTIE mit „Individualisiertem Lernen“ hochinteressant – wie steht das zur „individuell orientierten Lerntherapie“?

Herzliche Grüße
JOCHEN KLEIN
Alle Themen

Zertifizierungen
Wer seine KREISELausbildung mit allem Drum und Dran abgeschlossen hat, steht hier!
Aus Datenschutzgründen schreiben wir nur noch den abgekürzten Vornamen plus Nachnamen.
Urkunden & Zertifikate
D. TAUBE-VOLZ aus Heidelberg hat die KREISELurkunde Dyslexie und Dyskalkulie erhalten.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Bedeutung der Titel und der KREISELtherapeut*innenliste: Eltern, Schulen und Behörden suchen pädagogisch-therapeutische Fachkräfte mit der gesicherten Qualifikation Integrativer Lerntherapie. Absolvent*innen des KREISEL, Titelträger von FiL und BVL sind bei vielen Kolleg*innen in den Schulen und bei Ämtern seit Jahrzehnten bekannt und anerkannt. 

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Arbeitsangebote und mehr für Lerntherapeut*innen
Ausschreibungen werden gerne an dieser Stelle kostenlos veröffentlicht. Der KREISEL übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte. Eine Leistung des KREISELnetzwerks.
Alle Ausschreibungen sind hier zu finden ...
In den vergangenen vier Wochen wurde das folgende Angebot eingestellt

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Mitten aus dem KREISEL
Im KREISEL gibt es ständig neue Entwicklungen ... neue Themen ... neue Referent*innen ... Hier sind sie zu finden!

1 Veranstaltungen und Termine 
Nächster Starttermin GRUNDLAGEN 109: Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. März 2026. Terminplan
Ausführliche Beschreibung
Es werden wieder ca. 20 Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen.

Nächste Infoveranstaltungen für den Lehrgangsstart im März 2026 mit MARIEKE KLEIN, Ausbildungsleitung
Donnerstag, 26. November
Mittwoch, 14. Januar 2026
jeweils 19.00 bis 20.30 Uhr
Anmeldung


Und wer kurzfristig noch seine Weiterbildung beginnen möchte:
Ein Einstieg in den Lehrgang GRUNDLAGEN 108, Hamburg & live-online ist noch zum 22. & 23. November möglich. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen mit Marieke Klein
2 Jahresgruppen Supervision – Start Februar 2026
Während der Weiterbildung lernen die Teilnehmer*innen den Wert von Supervision kennen – Supervision in der Gruppe ist fachlich und persönlich bereichernd und alle Impulse sind nützlich für die alltägliche Arbeit.
Die Jahresgruppen bieten die Möglichkeit, eigene Themen und die von anderen unter Anleitung und in einer vertrauten, kleinen Gruppe zu betrachten.
Deshalb bieten wir Supervision mit erfahrenen Referentinnen und Supervisorinnen in kleinen, beständigen Gruppen an, die sich im Lauf eines Jahres vier bis fünf Mal jeweils für vier Unterrichtsstunden treffen, in PRÄSENZ in Hamburg oder LIVE-Online, das ermöglicht auch Interessent*innen, die weiter entfernt leben, die Möglichkeit zur Teilnahme.
Die kontinuierliche Arbeit miteinander gibt wertvolle Impulse für die komplexe Arbeit der Lerntherapeut*innen mit den Schüler*innen, den Eltern und dem schulischen Umfeld.
Darüber hinaus ist es immer wieder hilfreich, die Gestaltung der eigenen Arbeitssituation zu reflektieren, um Überlastung vorzubeugen und eine Balance der verschiedenen Lebensbereiche herzustellen, um selbst gesund zu bleiben und die Freude an der Arbeit zu erhalten.

In folgenden Gruppen gibt es noch freie Plätze:
NINA HÖLSCHER in PRÄSENZ: Start 6. Februar 2026
ELLEN PLONER LIVE-Online: Start 6. Februar 2026
MICHELA SCHÜLER Jahresgruppe Dyskalkulie LIVE-Online: Start 19. Februar 2026
Sämtliche Termine
3 Seit zehn Jahren bildet der KREISEL die Schulassistent*innen für das Land Schleswig-Holstein aus
Neben der Integrativen Lerntherapie hat der KREISEL einen zweiten Arbeitsschwerpunkt: Wir bilden seit nunmehr ZEHN Jahren die Schulassistent*innen in Schleswig-Holstein fort, in dieser Woche startet der 32. Lehrgang! Im Auftrag des Bildungsministeriums Schleswig-Holstein haben wir ein inzwischen vielfach bewährtes Konzept entwickelt, über 800 Teilnehmer*innen haben unsere Kurse besucht.

In dem achttägigen Zertifizierungskurs erhalten die Teilnehmer*innen
+ Einblicke in die möglichen Hürden des Lernens von Lesen und Schreiben,
+ Grundlegendes zur motorischen und sprachlichen Entwicklung von Grundschulkindern,
+ Wesentliches über die emotionalen Ansprüche von Schule an Kinder,
+ Gedanken und Erfahrungen zu ‚Dynamik und Dynamit‘ des Schuleintrittes für die ganze Familie,
+ Hilfreiche sprachliche Interventionen aus der lösungsorientierten Beratung.
+ Jeder Kurs endet mit einem Fachtag mit wechselnden Themen.
Das alles in KREISELmanier praxisorientiert mit vielen Selbsterfahrungen und vielen bewährten Handlungsanregungen.

Unser erfahrenes Referentinnen-Team arbeitet seit vielen Jahren gemeinsam und kreativ an der ständigen Weiterentwicklung und Aktualisierung der Kurse. Und für die speziellen Themen der Fachtage und immer wieder auch für die Begleitung der Kurse beziehen wir gerne neue Kolleg*innen ein.

Die Aufgaben der Schulassistent*innen werden auf der Seite des IQSH näher beschrieben.

Immer wieder entscheiden übrigens Schulassistent*innen sich nach dem Zertifizierungskurs auch für die lerntherapeutische Weiterbildung im KREISEL …

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Praxisführung & Selbstständigkeit
Umfang und Zahl der Themen, die für die Führung einer eigenen (auch kleinen) Praxis bzw. bei schon geringer Honorartätigkeit zu beachten sind, haben zugenommen: Berufsgenossenschaft, Datenschutz, Umsatzsteuer, Versicherungen, KJHG u.a. Die gesetzlichen Regelungen gelten von Anfang an – mit der ersten Rechnung!
Bei allen Informationen zu Praxisführung & Selbstständigkeit der Hinweis, dass KREISEL e.V. keine Gewähr für die Richtigkeit übernehmen kann.
1 Qualitätssicherung – HIER: Therapiedokumentation
Die lerntherapeutische Praxis benötigt eine effektive Organisation der eigenen Arbeit. Da gilt es, von Beginn an zu überlegen, was eigentlich alles zu den Tätigkeiten dazugehört. Die „eigentliche Arbeit“ ist schnell klar: Durchführung von Diagnostik und Förderstunden, dazu gehören Vor- und Nachbereitung und Materialbeschaffung, -Auswahl, -Einkauf, Raumgestaltung … und vieles andere wäre hier aufzuführen. Und dann ist da noch ein großer Batzen, der gerne unterschätzt wird: Professionelle Lerntherapie verlangt eine fortlaufende Sicherstellung der Qualität der Arbeit. Dazu gehören vom Gesetzgeber vorgeschriebene Aufgaben wie der Datenschutz und z. B. vom Fachverband für integrative Lerntherapie zu Recht auferlegte Verpflichtungen wie regelmäßige Weiterbildung und Supervision.
Spätestens bei einer Zusammenarbeit mit Drittzahlern wie Jugendamt oder Stiftung kommt ein wichtiger Aspekt hinzu: die Verpflichtung zur Dokumentation der durchgeführten Arbeit. Knapp und doch transparent (!) festzuhalten, was man unter Berücksichtigung der diagnostischen Einschätzungen, der Vereinbarungen mit Schüler*innen und Eltern, der aktuellen Entwicklungen im Therapieverlauf in der einzelnen Stunde oder im Gespräch angeboten und beobachtet hat, ist dabei nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine erhebliche und wertvolle Basis für den Erfolg einer Lerntherapie. Kleine Fortschritte werden ebenso bewusst wie Stagnation, nächste erforderliche Schritte können erkannt werden.
Nicht zu vergessen: Für Gespräche (mit Eltern und Lehrkräften) und für Berichte (für die Ausbildung, für Eltern, Schulen, Jugendamt) bietet eine gute Dokumentation eine sichere Basis.

HINWEIS für Mitglieder und Absolvent*innen eine KREISELausbildung: Die dort vorgestellten Dokumente zur Diagnostik inklusive Familien- und Umfeldkarte, zur Therapiekonzeption sowie zur Stundenbilanz sind nicht nur eine Grundlage für Ausbildungsberichte, sondern auch für die weitere Dokumentation. Dazu die Empfehlung, insbesondere auch die Datei Stundenbilanz/Therapiedokumentation von Beginn an digital zu führen, knapp, Stichworte reichen.

HINWEIS: Das nächste Praxisgründungsseminar findet statt Sa/So 10. & 11. Januar 2026, Referentin: JUTTA KUHLMANN. Es ist Teil des MODULS PROFESSIONALISIERUNG, kann von Ausbildungsteilnehmerinnen auf Wunsch auch schon früher belegt werden, Gäste sind willkommen.
2 EILIG: Petition Aktivrente auch für Selbstständige
Die Bundesregierung plant die Einführung einer Aktivrente, um das Weiterbreiten in der Rentenzeit attraktiv zu machen. Allerding sind davon Selbstständige ausdrücklich ausgenommen, wovon auch Lerntherapeut*innen betroffen sind.
Die Petition fordert die Regierung auf, eine Gleichbehandlung für Angestellte und Selbstständige einzurichten.
Ausführliche Informationen: Aktivrente auch für Selbstständige: Petition jetzt mitzeichnen | VGSD
HINWEIS: Die Frist läuft am 14. November ab!

Ein Dankeschön an Susanne Seyfried für den Hinweis!

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Lerntherapie IN Schule & Inklusion
Seit mehr als 20 Jahren setzt sich der KREISEL für Lerntherapie IN Schule ein: Projekte in Hamburg, Celle, Bersenbrück/Osnabrück. Mitarbeit bei alphaPROF, Vorträge bei BVL, FiL …
Das Thema ist inzwischen an vielen Orten angekommen, die Rubrik im rundBRIEF bleibt also bestehen und wird gefüllt durch Berichterstattung über vielfältige Erfahrungen. Weitere Informationen finden Sie hier.
JOHN HATTIE zu Individualisiertem Lernen – Wie steht das zur „Individuell orientierten Lerntherapie“?
News4teachers und das Deutsche Schulportal berichten beide über einen Beitrag von JOHN HATTIE, dem wohl weltweit bekanntesten Bildungsforscher, auf der ‚Konferenz Bildung Digitalisierung 2025‘.
Im ersten Teil werden von ihm „die großen Versprechen des digital befeuerten individualisierten Lernens“ und „Viel Eigenverantwortung, wenig Wirkung“ (News4teachers) infrage stellt. Im zweiten Teil nimmt news4teachers eine bildungspolitische Einordnung vor: Individualisierung bringt keine Bildungsgerechtigkeit – ebenfalls interessant zu lesen, aber für die hier folgende Auseinandersetzung nicht wichtig!
Sprachlich sind mit „individualisiertem Lernen“ und „Eigenverantwortung“ zwei zentrale Begriffe von Integrativer Lerntherapie angesprochen. Daher im Folgenden eine kleine Berichterstattung über HATTIES Gedanken und eine Klarstellung und Einordnung der Begriffe aus Lerntherapie-Sicht.


+ JOHN HATTIE laut News4teachers: „Die Bildungspolitik setzt, angetrieben auch von den Möglichkeiten der Digitalisierung, zunehmend auf individualisiertes, selbstgesteuertes oder personalisiertes Lernen – in der Hoffnung, jedem Kind damit bestmögliche Lernchancen zu eröffnen.“
HATTIE warnt demgegenüber, dass zu viel Eigensteuerung das Lernen eher bremsen kann, und weist darauf hin, dass durch Studien nicht einmal erwiesen sei, dass Eigensteuerung Lerneffekte verbessere: „‘Kurz gesagt‘, so Hattie, ‚der Hype um individualisiertes und personalisiertes Lernen übersteigt die Stärke der Forschungsergebnisse bei Weitem. Das Versprechen der Individualisierung ist größtenteils rhetorisch.‘“
„Seine zentrale Kritik: ‚Das größte Problem von individualisiertem und personalisiertem Lernen liegt in der Überbetonung des Alleinarbeitens.‘ Der Kern schulischen Lernens sei seit jeher Zusammenarbeit und soziales Lernen. Wer Lernen auf individuelle Lernpfade und Eigensteuerung reduziere, beraube Kinder jener gemeinschaftlichen Erfahrung, die Lernen erst tiefgreifend mache. ‚Viele Lernende brauchen Struktur, Anleitung und ein gemeinsames Ziel‘, so Hattie. ‚Wenn Schülerinnen und Schüler nur individuell lernen, laufen sie Gefahr, zu isolierten ‚Einzellernenden‘ zu werden.‘“

+ Von den Begriffen her werden also elementare Grundlagen von Lerntherapie verwendet: Individualisierung, Eigenverantwortung, Selbststeuerung. Daher ist m. E. eine Klarstellung erforderlich – auch um zu verstehen, wieso Lerntherapie IN Schule eine eigenständige Rolle zu spielen hat, ein eigenständiges Lernangebot zu sein hat!
Immer wieder konnten wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten erleben, wie fördertherapeutische Elemente in allgemeinpädagogische Konzepte eingedrungen sind, ein frühes Beispiel sind Lautgebärden/Gebärdensprache, die für blinde oder taube Menschen entwickelt wurden (ein interessanter Link dazu: Wikipedia_Geschichte_der_Gebärdensprachen). Ein anderes Beispiel: Die therapeutische Einsicht in die Bedeutung von Sensomotorik/Sensorischer Integration führte zur ‘Bewegten Schule‘ (Wikipedia_Bewegte_Schule).
Ein besonderer Schub für Kinder- und Lerntherapie besonders war seit 20 Jahren BEN FURMANs „Ich schaffs!“: ein großer Beitrag für „Verantwortung und Lernautonomie“ von ‚Lernenden in der Krise‘. Und davon ist Vieles ins System Schule gelangt. Dies ist einerseits natürlich eine erfreuliche Entwicklung, ist anderseits aber immer wieder auch mit einer Verfälschung verbunden: Die Übernahme der für Einzeltherapie und Coaching entwickelten Elemente wie „Therapeut*in entwickelt mit einer Schüler*in gemeinsam ‚smarte Lernziele‘“, „Der/die Therapeut*in bahnt Eigenmotivation durch Beteiligung und Übernahme von Verantwortung an“ bekommt im gänzlich anderen Kontext ‚Schule‘ schnell einen völlig anderen Charakter. Letztlich kritisiert HATTIE die daraus resultierende Gefahr, dass das alltägliche Lernen der (digital gesteuerten) Eigenverantwortung und Selbstorganisation überlassen wird.

JA, selbstgesteuerte Lernformen sind prima – benötigen aber einige Zeit gute Begleitung und sogar Fremdsteuerung.
JA, eigene Lernthemen bestimmen ist super – benötigt aber u. a. die Beherrschung basaler Grundkompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen).
JA, eigene Ziele – na klar! Dafür muss man wissen, was man (noch) nicht weiß, und muss Energie, Mut, Vertrauen haben, die Komfortzone zu verlassen.
D. h. in der Lerntherapie kommt neben Diagnostikkompetenz und Förderkompetenz ein weiterer, sehr gewichtiger Aspekt zum Tragen: die Bindungs- und Beziehungskompetenz. Ins Stocken geratene Lernprozesse benötigen mehr als Bestands-Diagnostik, „von leicht nach schwer“ aufbauende Didaktik, (Pseudo-)Motivation durch Belohnungspunkte und im ständigen Wechsel eingeworfene „Prima“, „Toll“, „Das hast Du gut gemacht“.
Auf der KREISELwebseite haben wir das so formuliert: „Die Fähigkeit, professionell Beziehungen aufbauen und halten zu können, ist der Schlüssel zum Erfolg bei der lerntherapeutischen Arbeit ... Lerntherapeut*innen akzeptieren das Kind in seinen aktuellen Grenzen und sie entdecken gleichzeitig andere, bisher vielleicht kaum wahrgenommene Möglichkeiten und Fähigkeiten des Kindes und beziehen diese in die Förderung mit ein.“

Vom systemischen Denken her wissen wir, dass alles eine Frage des Kontextes ist: Also müssen auch (bewährte) kinder- und lerntherapeutische Elemente daraufhin überprüft werden, inwieweit sie in einem anderen Rahmen passend sind bzw. wie sie gut angepasst werden können. Wenn ich an die Vorstellung der Maria-Leo-Schule aus dem OKTOBERrundBRIEF denke, ist mein Eindruck, dass dort der Beziehungsaspekt UND das gemeinsame Lernen (nicht nur mit der Lehrkraft, sondern auch mit Mitschülern!) einen bedeutsamen Stellenwert haben – bei gleichzeitiger starker individueller Orientierung.
So erklärt sich HATTIEs Kritik und wichtiger Hinweis: „Das größte Problem liegt in der Überbetonung des Alleinarbeitens“.

Wenn HATTIE von ‚digital befeuertem individualisierten Lernen‘ spricht, weist er auf die Gefahr hin, dass die gerühmten technischen Möglichkeiten von individueller Lernsoftware dort ihre Grenzen haben, wenn Kinder, Jugendliche, Erwachsene gar nicht „auf Lernen eingestellt“ sind, weil emotionale, gesundheitliche oder andere Belastungen stören.
Ein Lernprogramm ersetzt im alltäglichen Schulkontext nicht andere Mit-Lernende und nicht eine Lehrkraft, und bei ganz besonderem Unterstützungsbedarf braucht es eine Lerntherapeut*in.

News4teachers: Hattie rechnet mit dem Individualisierungs-Hype in der Bildung ab: „Das größte Problem liegt in der Überbetonung des Alleinarbeitens“
Deutsches Schulportal: John Hattie warnt vor falsch verstandener Individualisierung des Lernens - Interessant sind dort auch die Kommentare!

Zwei ergänzende Hinweise
+ Wir erleben zurzeit, wie über soziale Medien unzählige ehemals therapeutische Techniken als allgemeine Umgangs- und Erziehungsziele verbreitet werden und so von Eltern und Pädagog*innen eingesetzt werden, völlig losgelöst von der spezifischen therapeutischen Einbettung. Wer mag: Gib mal Selbstverantwortung oder Motivation bei Google als Stichwort ein …
+ Selbstverständlich sollen Digitale Hilfen nicht schlecht geredet werden. Es geht darum, einen guten Einsatz zu finden. Hier zum Beispiel
a) ein Bericht zu Unterrichten im Brennpunkt: „Wir wollten ein Lernprogramm, das Kinder wirklich selbstständig nutzen können“ - News4teachers
b) ein Bericht Digitale Inklusion: Wie Schulen mit Technik und Know-how Teilhabe ermöglichen - News4teachers
c) und eine grundsätzliche Stellungnahme von news4teachers zum Einsatz von digitalen Mitteln in der Schule

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Aktuelles aus dem KREISELnetzwerk und von Netzwerkpartnern
BVL, FiL, LegaKids & alphaPROF, Weiterbildung HAMBURG, Bundesverband Alphabetisierung, Mitglieder aus dem KREISELnetzwerk: Wichtiges & Neues von KREISELnetzwerkPARTNERN soll bekannt gemacht werden!

Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.


Nachteilsausgleich in Ausbildung und Beruf

Der BVL setzt sich nicht nur für Kinder und Jugendliche während ihrer Schulpflichtzeit ein, sondern auf mehreren Ebenen auch für Jugendliche in ihrer Berufsausbildung, für Student*innen sowie für Erwachsene in ihrer beruflichen Tätigkeit. Auch Lerntherapeut*innen sollten darüber informiert sein, daher einige Hinweise auf die schriftlichen und beraterischen Unterstützungsangebote des BVL.
+ Reichlich schriftliche Informationen: „Menschen mit Behinderungen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Nachteilsausgleich in der Ausbildung sowie für Zwischen- und Abschlussprüfungen“ – über die Möglichkeiten informiert ausführlich das Handbuch des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Wer Jugendliche und Erwachsene lerntherapeutisch begleitet, sollte auch wissen, welche Möglichkeiten mit Arbeitgebern besprochen werden könnten.

Für Jugendliche in Ausbildung und ihre Ausbilder: „Als Ausbilder können Sie Ihre Auszubildenden mit Lese-Rechtschreib-Störung und/oder Rechenstörung mit geeigneten Maßnahmen zum Nachteilsausgleich gezielt unterstützen und dabei helfen, unnötige Hürden abzubauen“, beispielsweise technische Hilfsmittel und eine individuelle Hilfestellung für Prüfungen. Mehr dazu: Ausbildung mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie

Für Berufstätige: Interessant ein kostenfreier Praxisratgeber ‚Legasthenie im Betrieb

Und zur Vertiefung des Themas gibt es eine ausführliche Studie für diejenigen Lerntherapeut*inne, die mit Erwachsenen arbeiten: Legasthenie im Betrieb: Ein Praxisratgeber zur Integration in Unternehmen - ResearchGate

Für Studierende: Sehr viele Hochschulen bieten eine fachkundige Beratung

Download BVL-Ratgeber "Legasthenie und Dyskalkulie im Erwachsenenalter"

+ Die Jungen Aktiven – Jugendliche und junge Erwachsene mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie – engagieren sich mit einem persönlichen Mentoring-Angebot.
Als Lerntherapeut*innen mit entsprechender Klientel lohnt sich nacheigener Erfahrung ebenfalls die Kontaktaufnahme: BVL-Legastenie

Hier weitere ausführliche Informationen zum BVL und zur Mitgliedschaft.

Fachverband für integrative Lerntherapie e.V.

Überblick über Leistungen und Aktivitäten des FiL
Der FiL vertritt bundesweit und regional die Integrative Lerntherapie: Er setzt nicht nur die höchsten Qualitätskriterien, sondern unterstützt seine über 1.000 Mitglieder mit einer Vielzahl von Aktivitäten wie Starterpaket, (beinahe wöchentlich) Workshops zu aktuellen Themen, Beratung und Supervision, unterstützt bei Verhandlungen mit Schul- und Jugendämtern …
Hier einmal eine komplette Übersicht über Rubriken auf der FiL-Webseite


Hinter jedem Titel verbergen sich unzählige Informationen! Wer sich für Lerntherapie interessiert oder im Förderbereich seine berufliche Erfüllung finden möchte, sollte sich Zeit nehmen, die Angebote zu studieren.

Hier weitere ausführliche Informationen zum FiL und zur Mitgliedschaft.

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KREISELveranstaltungen Lernförderung & Lerntherapie
Starttermine & Infoveranstaltungen & Einzelberatung; Zertifizierungen & Zuschüsse


1 Starttermine Lehrgänge, Infoveranstaltungen, Beratung und Abschlüsse
+ Weiterbildung Lerntherapie & Lernförderung –  Konzept PRÄSENZ & LIVE-ONLINE
Der Unterricht findet in einem Mix aus PRÄSENZ- und LIVE-ONLINE-Unterricht statt: Wir beginnen mit einem verlängerten Wochenende in PRÄSENZ in Hamburg und treffen uns dann LIVE-ONLINE wieder. Etwa in der Mitte des Moduls findet ein weiterer PRÄSENZBLOCK statt, ebenso am Ende für die Abschlusspräsentationen. Dazwischen lernen Sie in aktiven LIVE-ONLINE-Formaten, in Intervisionsgruppen sowie im Selbststudium. Zusätzlich gibt es einige abendliche Treffen zum Austausch mit der Lehrgangsleitung.
Abschluss nach ca. 1,5 Jahren: KREISELurkunde und Dyslexietherapeut*in nach BVL möglich
Ausführliche Beschreibung GRUNDLAGEN
Nächster Starttermin GRUNDLAGEN 109: Fr bis So, 20. bis 22. März 2026. Terminplan und Anmeldung 
Infoveranstaltungen zu GRUNDLAGEN 109 mit MARIEKE KLEIN, Ausbildungsleitung
Donnerstag, 26. November

Mittwoch, 14. Januar 2026
Jeweils 19.00 bis 20.30 Uhr
Anmeldung

Und wer kurzfristig noch seine Weiterbildung beginnen möchte:
Ein Einstieg in den Lehrgang GRUNDLAGEN 108, Hamburg & live-online ist noch zum 22. & 23. November möglich. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen mit Marieke Klein
+ Fortsetzung nach GRUNDLAGEN 106/107 im JULI 2026
Modul 2 DYSKALKULIE 106/107
Start: Montag, 1. Juli 2026 als Webtreff
Erstes Seminarwochenende DYS Fr bis So 28. bis 30. August. Terminplan und Anmeldung

Modul 3 PROFESSIONALISIERUNG 106/107
Start: Montag, 1. Juli 2026 als Webtreff 
Erstes Seminarwochenende PROF 106/107 Sa/So. 4 & 5. Juli. Terminplan und Anmeldung

Einzelberatungen
Neue Interessent*innen sowie frühere Teilnehmer*innen, die ihre bisherige Fortbildung fortsetzen möchten, vereinbaren bitte gerne einen Termin für ein Telefonat oder persönliches Gespräch mit MARIEKE KLEIN unter Tel. 040 - 38 61 23 71 oder Kontakt über E-Mail.

Titel und Externe Zertifizierungen
Die Große Lerntherapie-Ausbildung (Modul 1 bis 4, bzw. NEU Module 1 bis 3) sowie die Weiterbildungen Schwerpunkte Dyskalkulie bzw. Dyslexie sind zertifiziert vom FiL (Fachverband für integrative Lerntherapie) und vom BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie).

Hier geht es zu ausführlichen Informationen zu den Fremdzertifizierungen.
2 Veranstaltungen in Präsenz & Webinare: Seminare & Supervisionen 

Wichtige Aktualisierung – wir haben neue Unterrichtszeiten ab Januar 2026
LIVE-Online: 9.00 bis 12.15 Uhr und 13.15 bis 16.30 Uhr
PRÄSENZ Freitag/Samstag: unverändert 9.30 bis 17.30 Uhr
PRÄSENZ Sonntag: 9.00 Uhr bis 16.15 Uhr mit 45 Minuten Mittagspause.

Hier die nächsten Veranstaltungen auf einen Blick:


1 Öffentliche Zuschüsse
Der Weiterbildungsbonus PLUS für Hamburg: Für Menschen die in Hamburg leben oder arbeiten.

Für Öffentlichen Zuschüsse in den anderen Bundesländern empfehlen wir die Recherche im Netz, z.B.
hier.
Nach unseren Erfahrungen sind die Fördermaßnahmen aktuell zurückgegangen bzw. an sehr individuelle Voraussetzungen gebunden.


2 Weiterbildungsstipendium
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergibt an junge Fachkräfte ein dreijähriges Weiterbildungsbudget.
Mit einem Weiterbildungsstipendium können Fachkräfte bis zu drei Jahre Zuschüsse zu den Kosten fachlicher oder fachübergreifender Weiterbildungen erhalten.
Hier gehts zum BMBF


3 Weiterbildungskosten steuerlich absetzen
Kosten für eine Fort- oder Weiterbildung können steuerlich als Werbungskosten abgesetzt werden! Lehrgangsgebühren, Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung (hier eine Tagespauschale). Arbeitsmittel wie Fachbücher oder Lernprogramme können ebenso abgesetzt werden wie die jetzt so genannte Tagespauschale (früher: Homeoffice-Pauschale).
Hier eine sehr informative Seite mit vielen Details

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KREISEL e.V., Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland
+49 (0)40 38 612 371, info@kreiselhh.dewww.kreiselhh.de

Vorstand: Dr. Jochen Klein, Marieke Klein, Heike Klünker
Amtsgericht Hamburg, VR 15817
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